Transformationstherapie

Beispielfall: Hund mit Diabetis - Überforderung

Eine Freundin von mir züchtet Hunde. Eines Tages rief sie mich völlig aufgelöst an. Angeblich sei bei einem ihrer bereits verkauften Welpen eine Diabetes festgestellt worden. Die neue Besitzerin sei wegen seinem großen Durst in einer Fachklinike mit dem Hund gewesen. Nach der dortigen Diabetes-Diagnose wolle sie den Hund nun zurück geben und verlange eine Erstattung des Kaufpreises.

Für meine Freundin war schon allein das ein Schock. Doch viel schlimmer war ihre Angst, dass es ein Gendefekt im ganzen Rudel sein könnte und sie auch die anderen 7 Welpen gegen Erstattung des Kaufpreises zurück nehmen müsse. Das würde das Aus für ihre gesamt Zucht, die sie wirklich sehr gewissenhaft führte, bedeuten.

 

Ich beruhigte Sie, indem ich ihr zunächst erklärte, dass der große Durst bei einer Diabetes nicht ungewöhnlich sei.

 

Weiter erklärte ich ihr, dass Diabetes nach der Germanischen Heilkunde unter anderem ein „Sich-Sträuben-Konflikt“ ist.

 

Ich fragte daher, wie denn das neue Zuhause des kleinen Rüden aussehen würde.

 

Meine Freundin berichtete daraufhin, dass die neue Besitzerin Single sei und als Vertreterin im Außendienst arbeite. Sie würde den Hund daher überall mit hinnehmen. Außerdem sei sie sehr ehrgeizig, was die Erziehung des Hundes anginge. Sie habe daher eigens eine Hundetrainerin engagiert, die sie im Außendienst begleite und während ihrer Geschäftstermine mit dem Hund trainiere.

 

Als sie das erzählte, „sträubten“ sich sofort „meine Nackenhaare“! Das was ein 12 Wochen alter Welpe, meiner Ansicht nach, vor allem braucht, ist noch ganz viel Ruhe und Schlaf. Natürlich kann man schon spielerisch ein paar Dinge mit ihm einüben. Aber diese täglichen Trainingsstunden hörten sich für mich nach absoluter Überforderung des kleinen Hundes an.

 

Mein Gefühl sagte mir, dass sich der Welpe gegen das Training sträubte und er deshalb die Diabetes entwickelt hatte.

 

Der biologische Sinn von Diabetes nach der Germ. Heilkunde ist der Anstieg des Blutzuckerspiegels, um sich gegen jemanden oder etwas wehren zu können. Wehren bedeutet Muskelaktion. Und dafür stellt der Körper extra viel Energie (Zucker) zur Verfügung. Das Tier würde normalerweise kämpfen oder flüchten und somit würde der Blutzuckerspiegel durch die Aktion verwertet und wieder abgebaut. Wird das Tier jedoch gezwungen zu bleiben und sich zu unterwerfen, findet die Energie keine Verwertung und der Blutzucker bleibt erhöht und muss im Zweifelsfall medikamentös reguliert werden.

 

Das lässt erahnen, warum Diabetes wohl eine weitverbreitete Zivilisationskrankheit ist. Denn wir Menschen kämpfen oder flüchten in unserer Gesellschaft ja eher selten. Wir schauen zum Beispiel verärgert die Nachrichten und würden am liebsten in das Weltgeschehen eingreifen, entscheiden uns dann aber doch lieber dafür, auf dem Sofa vor dem warmen Ofen sitzen zu bleiben.

Oder wer hat schon den Mut gegen eine Fehlentscheidung seines Chefs „anzukämpfen“, wenn er den Verlust seines Arbeitsplatzes fürchten muss? Da zieht man sich doch lieber zähneknirschend zurück und macht nur noch Dienst nach Vorschrift...

 

Aber nun zurück zum Hund. Meine Freundin berichtete mir, dass die Besitzerin den Hund in den nächsten Tagen wieder zurück bringen werde. Auch wenn es sehr traurig war, einen Hund wiedergebracht zu bekommen, hielt ich es für die beste Möglichkeit, um die Diabetes in Ruhe ausheilen lassen zu können.

 

Ich riet meiner Freundin den kleinen Hund bei sich zu Hause einfach noch ein bisschen Welpe sein lassen zu dürfen: ihn nach Herzenslust mit seinen Eltern und Geschwistern toben zu lassen, ihm ausreichend Flüssigkeit gegen den großen Durst zu geben, ihm aber auch genug Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen und Schlafen zu bieten.

 

Anfangs war der Durst des kleinen Kerlchens wirklich enorm, normalisierte sich jedoch von Tag zu Tag. Er war sichtlich glücklich in seinem neuen, alten Familienrudel und zeigte sonst keinerlei Anzeichen von Krankheit oder Schwäche. Die Diabetes ließen sie von einem Tierarzt überwachen, verzichteten jedoch darauf, ihn medikamentös einstellen zu lassen.

 

Nach ca. 4 Wochen konnte keine Diabetes mehr bei dem Hund festgestellt werden!

 

Heute lebt er bei einer älteren Dame, die ihn ein paar Wochen nach seiner Gesundung übernommen hat. Dort hat er alles, was er braucht und ist heute ein kerngesunder, strammer Rüde!

 

Copyright © 2014- Fühlen Lernen - Karin Busse-Wüllner - Transformationstherapeutin n .R. Betz